Klettergebiete auf Teneriffa

Die kanarische Insel Teneriffa ist vulkanischen Ursprungs und hat das ganze Jahr Saison. Der milde Winter sorgt dafür, dass viele aus dem kalten Norden hierher zum klettern flüchten. Die Kletterspots sind über die ganze Insel verteilt und unglaublich vielseitig.

Bei unseren Klettertouren war uns unser Kletterführer immer sehr hilfreich. Er gibt nicht nur einen Überblick über die Klettergebiete sondern auch einen kleinen Einblick in die Insel selbst. Außerdem sind in diesem Kletterführer auch immer Tipps für das Tagesprogramm nach einem Klettertag in der Nähe des Gebietes (Kneipen, Bademöglichkeiten, Übernachtungsmöglichkeiten) zu finden.

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Tanz auf dem Vulkan: kombinierter Kletterführer und Reiseführer für Teneriffair?t=aufachseseind 21&l=as2&o=3&a=3000347992

Während unseres Aufenthaltes war unser 60 Meter Seil immer vollkommen ausreichend, da die Routen meistens eher kurz waren. Hier möchten wir nun auf die von uns besuchten Klettergebiete kurz eingehen und eine kurze Beschreibung dazu abgeben.

Arico

Lage: Das Klettergebiet Arico liegt, etwas nördlich von Villa de Arico. Rechts neben dem kleinen Ort Ortiz führt eine Straße zum Parkplatz an der Brücke.
Zustieg: Vom Parkplatz muss man nur über die obligatorischen Stufen runter in die Baranco. Dann steht man im ersten Klettersektor. Von hier aus erstrecken sich zu beiden Seiten weitere Sektoren.
Kinder: Unsere Kinder haben sich in der Baranco mehr als wohl gefühlt. Es gab viele Möglichkeiten zu spielen und wenn sie nicht gerade auf hohe Felsblöcke klettern besteht auch keine Absturzgefahr.
Absicherung: Alle Routen in Arico sind gut bis sehr gut abgesichert.
Beschreibung: Wir waren in den Sektoren Los Pinos, Peña del lunes, Sus villa, Vivac und El bosque unterwegs. Die Roten dort sind gut abgesichert und eigentlich sollte hier jeder etwas finden, um auf seine Kletterkosten zu kommen. Allerdings sind der Großteil der Routen in den Sektoren hier im französischen 6. und 7. Grad. Im Sektor Peña del lunes, Sus villa und Los quintos finden sich aber auch viele Routen im 5er Bereich.

 El Rio

Lage: Das Klettergebiet El Rio liegt an einem fast immer trockenen Stausee zwischen Granadilla und Arico.
Zustieg: Geparkt werden muss an der Straße und von hier aus folgt man etwa 10 Minuten einem kleinen Trampelpfad.
Kinder: Für Kinder ist das Klettergebiet nicht wirklich geeignet. Schon der Zustieg ist nicht ohne, was die Absturzgefahr und Abrutschgefahr betrifft und am Wandfuß ist kein Platz zum spielen. Überall geht es ziemlich steil bergab durch Dornen- und Kakteengestrüpp.
Absicherung: Die Absicherung in dem Klettersektor ist gut.
Beschreibung: Die Routen in El Rio sind alle nicht wirklich einfach. 5er Routen sind nur wenige zu finden. Wir hielten uns ausschließlich im Sektor El Acebuche auf. Hier gab es drei 5er für uns zum aufwärmen, der Rest war schwieriger. Mittags hat man hier zusätzlich zur schwierigen Kletterei noch die volle Mittagssonne.

Las Cañadas

Lage: Das Klettergebiet liegt in Luftiger Höhe nahe dem Kegel des Pico del Teide unweit vom Hotel Parador. Dort parkt man dann auch am besten
Zustieg: Vom Parkplatz des Hotels folgt man dem Wanderweg über das Lavafeld zu den gelborangeleuchtenden Felsen.
Kinder: Die Kinder können am Fuß der vulkanischen Felsen wunderbar spielen, die Steilschlaggefahr bei diesen äußerst festen Felsen ist gering. Im Sektor La Tortuga befindet sich eine kleine Höhle, die den Kindern als Spielehauptquartier besonders gefallen hatte.
Beschreibung: Der Fels, der vulkanischen Ursprungs ist, ist äußerst fest und noch äußerst scharfkantig bzw. rau. Die Finger wurden hier beim klettern schon etwas in Mitleidenschaft gezogen. Troztdem hat das klettern hier bei schönstem Wetter riesiegen Spaß gemacht. Auch wenn der Wind in dieser Höhenlage ziemlich kühl war.
Die Routen sind hervorragend abgesichert und es gibt viele Routen, hauptsächlich im 6. und 7. französischen Schwierigkeitsgrad. Aber auch Kletterer, die die Herausforderung darunter und darüber suchen werden hier fündig und können voll auf ihre Kosten kommen. Da das Klettergebiet recht groß ist kann man auch hervorragend entscheiden, ob man in der Sonne oder im Schatten klettern möchte.

El Hoyo

Lage: El Hoyo ist etwas schwer zu finden. Es liegt etwas südlich von Cisnera und Villa de Arico.
Zustieg: Vom Parkplatz in der Nähe des Wasserspeichers läuft man in der Baranco hinunter zum Klettergebiet. Landschaftlich ist es hier wunderschön. Um in den Klettersektor zu gelangen, muss man sich abseilen.
Kinder: Wenn man Kinder dabei hat, sie man problemlos abseilen kann, dann ist das kein Problem. Unten angelangt haben sie dann weder die Möglichkeit abzuhauen noch herrscht hohe Steinschlaggefahr.
Beschreibung: Optisch ist das Klettergebiet und der Weg dahin wirklich empfehlenswert. Die Absicherung ist gut, die Abseilroute, durch die man in das Gebiet gelangt ist allerdings eine cleane Route. Raus aus dem Gebiet kommt man zur Not aber über den kleinen (veralteten) Not-Klettersteig. Klettertechnisch war es nicht unser Fall. Das Wasser, das hier scheinbar öfter mal durchkommt oder durchkam, hat die Felsen sehr ausgewaschen und wir empfanden sie als äußerst glatt.

 San Marcos

Lage: Das Klettergebiet San Marcos liegt etwas oberhalb des Playa San Marcos.
Zustieg: Vom großen Parkplatz aus geht man eine schmale Treppe hinauf in Richtung eines keinen weißen Gebäudes zum Wandfuß.
Kinder: Für Kinder ist das Gebiet eher schlecht. Während unseres Aufenthaltes kamen überall Steinchen runter, losgelöst von den vielen Tauben. Am Wandfuß ist das Gebiet stark abschüssig und Platz zum spielen gibt es auch keinen.
Beschreibung: Optisch macht es viel Spaß hier zu klettern. Im Hintergrund hat man den Strand und das Meer beim klettern.
Wir waren bisher nur im Sektor Casablanca. Die Routen sind vielfältig und oft nicht leicht für den angegebenen Grad. Der Schwierigkeitsgrad liegt zwischen 5 und 7b+. Die teilweise alten Routen wurden teilweise mit neuen Bolts saniert, aber in einigen Routen herrscht hier noch Handlungsbedarf.

Martianez

Dieses Gebiet war zu dem Zeitpunkt (Oktober 2013) als wir dort waren nicht zugänglich.

Santa Ursula

Lage: Wie der Name schon sagt, liegt dieses Klettergebiet in Santa Ursula. Genauer gesagt an den Klippen an Santa Ursula. Parken kann man am besten in der nähe im Wohngebiet (Straße Calle Don Quichote und Umgebung)
Zustieg: Vom Wohngebiet aus sind es ca. 15 Minuten Fußweg. Dieser ist bis zu einem Aussichtspunkt gepflastert. Danach muss man links über die Mauer des Aussichtspunktes klettern und dem Trampelpfad folgen. Dieser Weg erfordert allerdings gute Trittsicherheit.
Kinder: Wegen des Weges von dem Aussichtspunkt bis zu den Felsen ist das Gebiet für Kinder eher ungeeignet. Schafft man es aber, die Kinder dort hin zu schaffen (weil sie schon älter sind oder gut gesichert werden beim laufen), können sie sich dort relativ gut auffhalten.
Beschreibung: Wir haben uns das Gebiet leider nur angesehen und es machte einen tollen Eindruck. Allerdings sollte man hier Vormittags klettern, sonst brutzelt einen die Sonne am Felsen fest.