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K1600 2022 09 06 Podblica 3

Von der Bremsen-Odyssee nach Slowenien

Es war ein Weg mit Hindernissen. Aber jetzt ist es geschafft – unsere Bremsen funktionieren wieder richtig. Also auf nach Slowenien

Was war los mit unseren Bremsen?

Im letzten Bericht haben wir schon erzählt, dass unsere linke Hinterradbremse in der Bremskraft von der rechten abweicht bzw. viel schlechter bremst. Eigentlich dachten wir am Freitag auch, dass wir das Problem gefunden hätten und verbrachten ein schönes Wochenende in Piding.

Leider war dem nicht ganz so. Am Montagnachmittag haben wir dann die ausgedrehte Bremstrommel aufgezogen und sind zum Bremsenprüfstand gefahren. Fehlanzeige. Die Werte waren weiterhin schlecht und Stefan von Optimobil langsam ein wenig verzweifelt. So viele Teile hat eine Bremsanlage mit Bremstrommel ja nicht und die meisten haben wir nun schon ausgebaut, ausgetauscht, gewartet… Und die Handbremse hatte ja die gleichen Werte, also konnte es nicht an der Leitung für die Bremsflüssigkeit oder an der Druckluft liegen.

Weitersuchen angesagt

Also hieß es für uns schon wieder den Reifen runtermachen, die Bremstrommel abziehen und nachschauen. „Langsam wird es unprofessionell“, meinte Stefan stirnrunzelnd, als wir dann die Bremstrommel von links nach rechts tauschten und auch jeweils einen Bremssattel von links nach rechts tauschten um zu sehen, ob sich nun etwas ändern würde.

Übrigens: wer keinen Druckluftschlagschrauber hat bzw. auf Reisen ist wie wir: der 18V-Schlagschrauber von Makita* ist in diesem Fall unsere Geheimwaffe. Der hat genügend „Bums“, um auch unsere LKW-Radschrauben problemlos zu lösen.

Freude auf dem Bremsenprüfstand

Zum X-ten Mal fuhren wir im Anschluss auf den Bremsenprüfstand. Und diesmal war die Freude groß. Unsere Bremsen bremsten gleichmäßig gut. Sogar die Mitarbeiter am Bremsenprüfstand freuten sich mit uns (vielleicht hatten sie auch langsam die Nase voll, dass wir alle paar Stunden vorbeigefahren kamen). Jetzt konnte die Reise also so richtig richtig starten.

Wir danken an dieser Stelle dem ganzen Team von Optimobil. Ihr seid einfach ein tolles Team und spitzenmäßig drauf. Wir können uns keine bessere Werkstatt vorstellen, um ganz viel zu lernen, Spaß bei der Sache zu haben und jederzeit Hilfe zu finden.

Slowenien – kurz aber schön!

Jetzt, wo die Bremsen funktionierten hieß es für uns, dass wir weiterfahren. Wir ließen noch am gleichen Tag Österreich hinter uns und reisten nach Slowenien ein. Natürlich nicht ohne das erwartete Maut-Box-Chaos. Warum kann man diese doofen Boxen für Fahrzeuge >7,5t eigentlich nicht an einer gemeinsamen Station kaufen und auslösen?

Ronja suchte uns einen Stellplatz raus. Mit guter Aussicht. Das heißt aber was? Genau: man muss erstmal hoch. Und danach auch wieder runter. Der Weg durch die engen Sträßchen und Serpentinen bis nach Podblica hat sich aber voll gelohnt, wie wir finden.

Slowenische Gastfreundschaft

Wir blieben zwei Nächte in Podblica, genossen die fantastische Aussicht auf waldbedeckte Berge und den Triglav, Sloweniens höchsten Berg. Am Park4Night Platz bei Privatleuten hatten wir eine kleine Hütte mit Sitzgelegenheiten, Toilette und Spüle. Die Mitbenutzung war bei den 10 € inbegriffen, genauso wie das Auffüllen des Wassertanks. Da kann man nicht meckern und wir nutzen sowas natürlich gerne mal aus, um uns auszubreiten.

Am Platz bekamen wir auch Besuch von weiteren Reisenden, die ebenfalls in Richtung Griechenland unterwegs sind. Natürlich durften auch Spaziergänge zum Pilze sammeln und eine Joggingrunde nicht fehlen.

In der ersten Nacht gab es auch gleich ein kein wenig Aufregung. Zwei Mädels hatten sich im Wald mit ihrem Wohnmobil festgefahren. Christa ging dann mit dem Besitzer des Stellplatzes und den beiden mit, um das Wohnmobil da wieder raus zu holen. Jedoch hatten der Besitzer und sein erwachsener Sohn nicht viel Hilfe nötig und waren wohl geübt darin, Fahrzeuge aus misslichen Lagen zu befreien. Obwohl fast Mitternacht und wirklich ungünstige Position des Wohnmobils hatten die beiden gute Laune und das Mobil stand bald wieder auf Asphalt.

Aber außer ein bisschen Plastikschaden dürfte bei der ganzen Aktion nicht allzu viel kaputt gegangen sein.

Auch am nächsten Morgen merkten wir, dass die Slowenen wirklich ein liebes, gastfreundliches Volk sind. Weil es in der bei Google gefundenen Bäckerei kein Brot, sondern nur Kekse und Kuchen gab, bekamen Eric und Christa von der Dame je ein Minitörtchen als Entschuldigung geschenkt. Ein verdammt leckeres Törtchen, wie man sagen muss.

Für uns war das kein Problem, denn wir hatten ja genügend Mehl im Gepäck und Ronja zauberte uns dann eben leckeres Brot aus dem Omnia*.

Weiterfahrt nach Kroatien

Da das Wetter nun zwei Tage in der Gegend schlecht werden sollte, beschlossen wir, wieder weiter zu fahren. Letztendlich schob uns die Regenfront bis hinter die kroatische Grenze. Da wir hier in Kroatien aber klettern gehen wollen, werden wir nach Paklenica fahren und dort sicher einige Tage bleiben. So erholt sich dann auch wieder unser geplanter Tages-Kilometer-Schnitt.

Angekommen in Kroatien
Angekommen in Kroatien

Warst du schon mal in Slowenien? Wie hat es dir da gefallen? Und hast du Tipps für uns, was wir uns in Kroatien auf jeden Fall anschauen sollten, wenn wir gerade da sind? Schreib uns doch in die Kommentare.

6 Gedanken zu „Von der Bremsen-Odyssee nach Slowenien“

  1. Hallo zusammen,

    Ich wünsche euch ganz viel Freude bei eurer Reise- genießt dieses Abenteuer!
    Im Krka Nationalpark hat es uns total gut gefallen, allerdings darf man – wie ich gehört habe – mittlerweile nicht mehr in der unter dem Wasserfall schwimmen. Das war 2917 noch erlaubt und einfach grandios….

  2. Hallo Ihr Abendteurer,

    Ihr müsst unbedingt zu den Plitvička Jezera, 53231, Kroatien. Das ist ungefähr 1h 30 min von Paklenica. Die Wasserfälle sind wunderschön. (Die Jahreszeit ist zwar nicht optimal, aber ich hoffe, es ist genug Wasser vorhanden) Ich glaube es waren 7 Kaskaden.

    Kommt gesund wieder und viel Spaß eure Fabienne, Jenny, Hildegard und Antonia

    1. Guten Morgen Clemens,
      nun, der Fehler war wohl die Bremstrommel, die ganz leicht verzogen war – das war aber nicht offensichtlich, da die Trommel wirklich gut aussah.
      Nach dem Ausdrehen der Bremstrommel haben wir dann nach ein paar Probefahrten festgestellt, dass auch die neuen Bremsbacken, die wir zuvor auf Verdacht auf der linken Seite getauscht hatten (die „alten“ waren ja auch fast neu, aber wir waren nicht sicher, ob die vielleicht irgendwie verglast waren oder anderweitig nicht ordentlich bremsen) nicht flächig anliegen. Also haben wir einen von zwei Bremssätteln von links nach rechts getauscht. So können sich die neuen Backen mit der Zeit einschleifen und unsere Bremsleistung ist nicht nur auf beiden Seiten gleich stark, sondern wird jetzt die nächsten Wochen erstmal sogar noch etwas besser.

      Liebe Grüße
      Christa & Co.

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