Antalya, Türkei

Klettergebiete um Antalya

Antalya ist eine türkische Großstadt am Mittelmeer. Gerade in den Frühlings- und Herbstmonaten lohnt es sich, zum klettern dorthin zu reisen. Auch im Winter liegen die Temperaturen durchaus im erträglichen Bereich. Allerdings sind in den Wintermonaten auch die niederschlagsreichen Tage recht hoch.

Unweit der Stadt kann man einige Klettergebiete und -sektoren besuchen. Geklettert wird hier in meist hervorragendem Kalkstein.

Um die Klettergebiete und -sektoren zu finden, half uns unser Kletterführer: A Rock Climbing Guide to Antalya von Ötztürk Kayikci. Dieser Kletterführer ist in türkisch und englisch.

Inhaltsverzeichnis

Geyikbayiri

Lage: Das Klettergebiet Geyikbayiri liegt nahe dem gleichnamigen Ort, ca. 25 km  südwestlich von Antalya in den angrenzenden Bergen. Es ist das größte Klettergebiet in der Türkei und die Sektoren liegen weit verbreitet in diesem Gebiet. Wir haben nur wenige Sektoren hier besucht, das Potential in diesem Gebiet ist so riesig wie das Gebiet selbst.
Geparkt hatten wir entweder an der Straße kurz unterhalb der Einfahrt zum JoSiTo-Klettercamp oder direkt im Camp.
Zustieg: Zu den Sektoren Mandela, Kebab und Gizmo parkten wir an der Straße. Von hier ging es direkt einen mit Steinmännchen ausgewiesenen Trampelpfad hoch zum Wandfuß. Der Weg ist relativ steil, aber in ca. 10-15 Minuten steht man direkt im Klettersektor.
Außerdem waren wir noch in den Sektoren Right Cave und Left Cave unterwegs. Hierzu hatten wir unser Auto im JoSiTo-Camp abgestellt und waren wieder in ca. 10 Minuten im richtigen Sektor.
Kinder: Am Wandfuß ist es an einigen Stellen ziemlich eben mit größeren Freiflächen, an denen die Kleinen das Basecamp einrichten können. Die Kinder sollten dennoch etwas Trittsicherheit mitbringen, denn es liegt unglaublich viel Geröll herum, was an den falschen Stellen zu einer Rutschpartie werden kann.
Absicherung: Die Absicherung hier war wirklich gut (Stand 04/2015) und die Hakenabstände angenehm kurz.
Beschreibung: Das Klettern in diesem Gebiet hatte uns großen Spaß gemacht. Der Fels war sehr griffig und durch die wirklich große Anzahl an Sektoren und Routen hatte man immer noch eine freie Route gefunden, obwohl man direkt an den anliegenden Camps unterwegs war. Durch die gute Absicherung hat man auch gerne mal etwas neues ausprobiert. In den von uns besuchten Sektoren findet man Routen in den Schwierigkeiten 5 UIAA aufsteigend. Der Schwerpunkt für diese von uns besuchten Sektoren befindet sich allerdings eher bei 6-7 Grad UIAA. Für Kletteranfänger ist hier generell eher wenig zu finden.

Olympos

Lage: Dieses Klettergebiet liegt ein gutes Stück entfernt von Antalya. Man muss hier der Küstenstraße Richtung Kumluca folgen und fährt dann den Schildern folgend in dieses Naturschutzgebiet nahe der Ortschaft Kumlucayazarı. Wir haben hier nur einen Sektor besucht und einen zweiten angesehen.
Zustieg: Für den Sektor Kadir’in Agaç Evleri parkten wir direkt Kadirs Treehouses. Von hier aus ging es zurück über den kleinen Fluss, rechts am Fluss entlang bis man nach fünf Minuten direkt an der Felswand steht. Das war auch der einzige Sektor, den wir in Olympos getestet haben.
Den Sektor Gise haben wir vom Eingang des Olympos National Parkes aus gesehen. Auch hier findet man Routen zwischen dem 6. und 7. Grad UIAA. Diese haben wir allerdings nicht näher angesehen.
Kinder: Am Wandfuß des Sektores Kadir’in Agaç Evleri gibt es eine relativ flache Fläche, wo die Kinder gut spielen können. Allerdings ist das Geröll am Flussufer lose. Von diesem sollten sie Abstand halten. Auch Zustieg und Abstieg sind sehr Kinderfreundlich, da man dieser zur Abwechslung mal keine steilen Hügel hochjagen muss.
Absicherung: Die Absicherung hier war von den Abständen eigentlich in Ordnung. Allerdings machte sich hier die Nähe zum Meer bemerkbar: Einige Haken waren angerostet und nicht als Sicher zu erachten.
Beschreibung: Das Klettern in diesem Gebiet hatte unterscheidet sich etwas vom klettern im Geyikbayiri. Die Felsen wirken hier etwas glatter, doch die Schwierigkeiten zwischen dem 5. und 7. Grad UIAA waren okay. Man sollte allerdings bedenken, dass nicht jeder Bohrhaken hier als sicher angesehen werden kann (Stand 04/2015).

Akyarlar

Lage: Das Klettergebiet Akyarlar ist nicht ganz einfach zu finden. Man muss hierzu  auf der Küstenstraße ca. 15 Kilometer gen Süden fahren. Kurz vor dem Ort Beldibi gibt es eine stillgelegte Straße, die von der D400 abzweigt. Wo man genau am besten parkt, wissen wir nach unserer kurzen Inspektion noch nicht.
Zustieg: Der Abstieg ist nicht ganz einfach, denn man muss ein ziemlich steiles Stück auf lockerem Geröll hinuntersteigen.
Kinder: Sollte man die Kinder tatsächlich vernünftig das lose Geröll hinunterbugsiert haben, haben sie unten einen wunderschönen Platz zum spielen am Kiesstrand direkt am Meer.
Absicherung: Die Absicherung hier ließ uns stutzen. Das Gebiet ist direkt am Meer, wo die Salzluft den Bohrhaken gut zugesetzt hat. Als Sicher würden wir hier nur wenige Sicherungspunkte ansehen. Es ist also Vorsicht geboten (Stand 04/2015). Siehe hierzu auch folgenden Bericht: klick
Beschreibung: Dieses Klettergebiet haben wir uns nur kurz angesehen. Aber Aufgrund der Lage und der Absicherung hatten wir uns dazu entschlossen hier nicht zu klettern. Obwohl es im Sommer sicherlich spaßig ist (man steht beim sichern mit den Füßen unter Umständen in der Brandung), sollte man für den Notfall gerüstet sein und vielleicht auch ein paar Hilfsmittel zum selbst absichern im Gepäck haben.

Bohrhaken in Akyarlar
Bohrhaken in Akyarlar