Zum Inhalt springen

Steyr 12S21 4×4 DoKa – Unser Weltreisemobil für 4-6 Personen sucht neue Reisegefährten

Preis: 135.000 € inkl. umfangreichem Ersatzteilpaket und großem Zubehörpaket im Wert von ca. 7.000 €

Standort: Lautertal, Hessen

Unser Steyr 12S21 „Ben“ wird verkauft

Nach vielen gemeinsamen Kilometern, unzähligen Erlebnissen und zwei Jahren als Zuhause auf Rädern haben wir uns schweren Herzens entschieden, unser Weltreisemobil auf Basis eines Steyr 12S21 4×4 mit Doppelkabine zu verkaufen.

Wir haben das Fahrzeug als fünfköpfige Familie für viele Urlaube genutzt und etwa 2 Jahre dauerhaft bewohnt. Wir sind mit ihm rund 1,5 Jahre durch Südamerika gereist und haben mit ihm alle Klimazonen besucht und sind von Meeresspiegelhöhe bis auf fast 5.000 Meter Höhe durch die Anden gefahren.

Auch auf zahlreichen Touren durch Europa war er unser zuverlässiger Begleiter. Er hat uns über schlechte Straßen, durch abgelegene Regionen und ebenso durch den ganz normalen Familienalltag unterwegs getragen. Dabei war er nicht nur ein Reisefahrzeug, sondern unser Zuhause, Rückzugsort und Ausgangspunkt für viele besondere Erlebnisse.

Das Raumkonzept, die Schlafplätze und die technische Ausstattung sind daher nicht nur theoretisch geplant, sondern über lange Zeit unter realen Reisebedingungen erprobt und ständig verbessert worden. Fünf Menschen konnten darin gemeinsam leben, schlafen, kochen und auch längere Schlechtwetterphasen verbringen. Viel Stauraum, eine weitgehend autarke Versorgung und die robuste, vergleichsweise einfache Technik des Steyr haben sich dabei besonders bewährt.

Unser Reisemobil richtet sich an Menschen, die nicht bei einem leeren Fahrgestell beginnen möchten, sondern ein bereits ausgebautes, umfangreich ausgestattetes und ehrlich reiseerprobtes Fahrzeug suchen. Es ist kein makelloses Ausstellungsstück, sondern ein richtiges Expeditionsmobil mit Geschichte, einer Ausstattung, die sich im Alltag bewährt hat aber damit unweigerlich auch entsprechenden Gebrauchsspuren.

Fahrzeugdaten

  • Steyr 1221.63, Typ 12S21/K34, Allrad 4×4
  • DoKa (Doppelkabine)
  • permanenter Allrad 4×4
  • Geländeuntersetzung
  • Differentialsperre Hinterachse
  • Erstzulassung: 03.09.1993
  • Oldtimer-Zulassung (H-Kennzeichen)
  • Dieselmotor mit *158 kW / ca. 210 PS*
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 9.900 kg
  • laut Eintragung ohne technische Änderung auf bis zu 11.900 kg auflastbar
  • Leergewicht laut Fahrzeugschein: 6.600 kg
  •  tatsächliches Gewicht inklusive Reiseausrüstung ca. 8.500 kg / freie Kapazität ca. 1,4T
  • 6 Sitzplätze eingetragen; aktuell sind 5 vollwertige Einzelsitze verbaut, ein sechster kann ohne großen Aufwand hinzugefügt werden. Aufnahme vorhanden
  • Schlafplätze für 6 Personen
  • Kilometerstand: 311183 KM
  • Hauptuntersuchung bis 04/2027
  • Verbrauch auf der Straße nach unserer Erfahrung ca. 17–20 l/100 km
  • Dieseltank ca. 400 Liter
  • Abschleppvorrichtung vorne und hinten
  • Verstärkte Sachs Stoßdämpfer vorne
  • Rückfahrkamera
  • LED-Rückfahrlicht und LED Fernscheinwerfer
  • Steyr Handbücher sowie Zugang zum Eldos (digitaler Ersatzteilkatalog)

Die Doppelkabine – für uns als Familie der größte Vorteil

Die große Doppelkabine war für uns als Familie einer der wichtigsten Gründe für dieses Fahrzeugkonzept.

Alle Mitreisenden sitzen gemeinsam im Fahrerhausbereich auf vollwertigen Einzelsitzen. Aktuell sind fünf Sitze verbaut, insgesamt sind sechs Sitzplätze eingetragen. Ein sechster Sitz kann mühelos nachgerüstet werden.

Zwischen Fahrerhaus und Wohnkabine besteht ein direkter Durchgang.

Über dem Fahrerhaus befindet sich zusätzlich das Maggiolina Airlander Plus Dachzelt, das ebenfalls direkt aus dem Innenraum erreichbar ist.

Damit sind Fahrerhaus, Wohnkabine und Dachzelt miteinander verbunden, ohne dass man das Fahrzeug verlassen muss. Gerade bei schlechtem Wetter oder beim Reisen mit Kindern ist das ausgesprochen praktisch.

Auch als Rückzugsort eignet sich die große DoKa wunderbar, wenn das Wetter ein rausgehen gerade nicht zulässt.

Wohnen und Schlafen

Das gute Raumkonzept eignet sich besonders für 4 bis 6 Personen. Dank gut durchdachter Aufteilung bleibt die Wohnkabine klein und das Fahrzeug insgesamt kurz. Kein Platz ist verschenkt und dennoch kommt man sich nicht beengt vor.

  • Perfekt für 5-6 Personen
  • Die Wohnkabine bietet zwei feste Betten mit Froli-Star-Liegesystem:
    Doppelbett: ca. 1,40 × 2,00 m
    Einzelbett: ca. 0,80 × 2,00 m
    sowie eine zusätzlich zur Liegefläche umbaubare Sitzecke
  • Über der Fahrerkabine befindet sich ein Maggiolina Airlander Plus in Größe L (230×130).

Durch diese Aufteilung entstehen auch räumlich voneinander getrennte Schlafbereiche. Insbesondere bei langen Reisen mit Kindern hat sich diese Aufteilung bewährt.

Küche

Die Küche ist auch für längere Reisen vollständig ausgestattet:

  • Küche mit 3-Flammen-Gasherd
  • Edelstahlspüle mit vollwertiger Armatur
  • Kompressorkühlschrank
  • viele Staumöglichkeiten in Hängeschränken, Schränken und Schubladen
  • zusätzlich ausziehbarer Gaskocher in einem Außenstaufach
  • Zusätzlich verwenden wir ein mobiles Induktionskochfeld. Je nach Stromsituation können wir damit elektrisch kochen oder auf die vorhandenen Gasherde zurückgreifen.

Badezimmer

Der separate Badbereich verfügt über:

  • Vollwertige Dusche
  • kleines Handwaschbecken mit Kaltwasser
  • Trockentrenntoilette
  • ausziehbare Wäscheleine in der Dusche
  • Staukisten und Kleiderhaken
  • Hünerkopf-Dachluke

Viel Stauraum

Wer längere Zeit mit der Familie unterwegs ist, der weiß, wie wichtig ausreichend Stauraum ist.

Vorhanden sind unter anderem:

  • zahlreiche Hängeschränke im Innenraum
  • Schränke und Schubladen im Innenraum
  • Schuhfach am Eingang mit Lüftungsschlitzen
  • Schmutzwäschefach mit Lüftungsschlitzen
  • 3 Edelstahl-Außenstaufächer davon eines mit ausziehbarem Gaskocher
  • großer Stauraum im Heckbereich
  • elektrischer Bike-Lift für bis zu drei Fahrräder mit 60kg Traglast

Autarkie und Technik

Wer sich ein Expeditionsmobil oder weltreisetaugliches Mobil kauft, der möchte auch eine möglichst lange Zeit autark reisen können. Das ist mit diesem Fahrzeug gut machbar.

  • ca. 200 Liter Frischwassertank (fest als Tank installiert) + 50 Liter transportabel in Kanister am Heck
  • ca. 100 Liter Grauwassertank
  • Eingebauter Alb-Kohlefilter unter der Küchenarmatur + mobiler Keramikfilter zum Filtern vor dem Befüllen des Wassertanks
  • ca. 400 Liter Dieseltank
  • fest eingebauter Gastank für die Nutzung des 3-Flammen-Kochers der Küche, Boiler und mit Schnellkupplung im Außenbereich für die Außenküche etc.
  • 750W Solaranlage mit 400 Ah LiFePO4-Batteriesystem (Victron-Komponenten) und Batteriemonitor – Überwachung und Steuerung über Bluetooth
  • Sinus-Inverter 2000W/Sinus-Wechselrichter 12V DC auf 230V AC
  • Webasto-Standheizung mit Höhenkit für die Wohnkabine
  • Planar 2D Diesel-Luftstandheizung 2kW 12V inkl. OLED-Display, Abgasschalldämpfer, URAL Höhenkit für die Fahrerkabine
  • hochwertige Hünerkopf-Sicherheitsfenster mit extra feinen Transpatec-Fliegengittern und Verdunkelungsrollos
  • Hünerkopf-Dachluke im Bad
  • Unterflur-Ersatzradhalter
  • Lumicoin Umfeldleuchte dimmbar rechts; Lumicoin Umfeldleuchte links
  • 12 Liter Warmwasserboiler – kann entweder mit Gas oder mit Strom betrieben werden

Wie Autark ist das Fahrzeug wirklich?

Mit 5 Personen konnten wir mit ausreichend Einkaufs- und Vorbereitungszeit bis zu zwei Wochen weitgehend autark stehen. Natürlich hängt das stark vom persönlichen Verbrauch, Wetter, Strombedarf und der verfügbaren Wassermenge ab.

Je nach Jahreszeit, Winkel der Sonneneinstrahlung, Fahr- und Standzeiten sowie persönlichem Verbraucht war Strom für uns kein Thema gewesen. Fährt man wenig, steht die Sonne unvorteilhaft oder das Wetter ist lange Zeit schlecht, können die LiFePo4-Batterien über eine externe Quelle geladen werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt für eine möglichst lange Autarkie ist das Wasser.

Wir verwenden einen mobilen Keramikfilter bereits beim Befüllen des Fahrzeugs. So gelangt nur sauberes und keimfreies Wasser in den Wassertank. Vor dem Trinkwasserhahn in der Küche befindet sich zusätzlich ein Kohlefilter, der von außen gewechselt werden kann.

Wir haben das Tankwasser auf unseren Reisen zum Trinken, Kochen und Duschen genutzt. Das hat für uns über zwei Jahre Reisezeit gut funktioniert.

Das Warmwasser kann wahlweise über Gas oder den 230V Wechselrichter erzeugt werden. Je nach Sonneneinstrahlung oder Fahrzeiten kann man sich so für die günstigste Variante entscheiden.

Fahrzeughistorie

Wir verfügen über eine umfangreich dokumentierte Fahrzeughistorie sowie Zugang zum Eldos (elektronischer Ersatzteilkatalog).

1999: Das Steyr-Fahrgestell wurde 1993 hergestellt und anschließend von Rosenbauer aufgebaut und als Einsatzfahrzeug genutzt.

2016: Es wurde eine GFK-Wohnkabine von einem Expeditionsmobilhersteller in Österreich aufgebaut und mit dem Fahrgestell verbunden. Nach den uns vorliegenden Informationen wurde das Fahrzeug anschließend zunächst überwiegend als Stand- und Showfahrzeug auf Messen eingesetzt.

2018: Kauf des Fahrzeugs durch uns. Einbau Maxxfan Deckenventilator im Schlafbereich.

2019: Da wir mit dem Fahrzeug längere Reisen unternehmen wollten, ließen wir Aufbau und Technik noch einmal umfassend prüfen. Dabei wurde unter anderem empfohlen, die Kabinenlagerung umzubauen und die vorhandenen GFK-Winkel deutlich zu verstärken.

Bei ORMOCAR, einem auf Expeditionsmobile spezialisierten Fachbetrieb, wurden unter anderem folgende Arbeiten ausgeführt:

  • neuer Zwischenrahmen
  • Einbau eines neuen Hilfsrahmens mit Vierpunktlagerung
  • Verstärkung des vorhandenen Kabinenaufbaus durch größere GFK-Kabinenwinkel
  • Einbau des Gastanks

Wir haben außerdem folgende Arbeiten durchgeführt:

  • Durchgang zwischen Fahrerhaus und Wohnkabine
  • Dachzelt
  • Dachträger
  • Markise
  • Froli-System
  • drei Edelstahl-Stauboxen

2020: Einbau der Planar 2D Diesel-Luftstandheizung 2kW 12V inkl. OLED-Display, Abgasschalldämpfer, URAL Höhenkit

2021: Unter anderem wurden folgende Erneuerungen / Reparaturen durchgeführt:

  • fünf Michelin-Lkw-Reifen
  • Geräusch- und Wärmedämmung des Fahrerhauses
  • Arbeiten an Bremsen und Hydraulik
  • umfangreicher Werkstattaufenthalt bei Optimobil unter Anderem mit Arbeiten an Motor, Bremsanlage, Fahrwerk, Turbolader und Kühlsystem
  • Lenkrad neu bezogen
Fahrerhausisolierung
Das Fahrerhaus wurde von unten komplett isoliert.

2022: Unter anderem:

  • vier Hünerkopf-Sicherheitsfenster
  • Hünerkopf-Dachluke
  • elektrischer Bike-Lift
  • neue Starterbatterien
  • weitere Servicearbeiten
  • weitere Arbeiten an der Bremsanlage
Hünerkopf
Bei der Firma Hünerkopf wurden alle Fenster der Wohnkabine fachmännsich gegen Sicherheitsfenster ausgetauscht.

2023: Während unserer Südamerika-Reise wurden unter Anderem folgende Arbeiten ausgeführt:

  • Reifendruckregelanlage wurde installiert
  • Blattfederpakete wurden verstärkt
  • professionelle Lackierung des Fahrzeugs
  • Himmel, Bodenbeläge und Seitenverkleidungen wurden durch eine Sattlerei erneuert
  • Polster im Wohnbereich durch eine Sattlerei erneuert
  • Neue Frontscheibe montiert

2024: Nach unserer großen Reise ließen wir das Fahrzeug erneut bei Optimobil umfassend überprüfen. Ziel war es, technisch wieder optimal für längere Reisen vorbereitet zu sein. Neben verschiedenen Verschleißteilen wurde unter Anderem die Kabinenlagerung der Wohnkabine getauscht und die Dieseleinspritzpumpe revidiert.

Außerdem wurde eine MOG-Edelstahlabgasanlage montiert.

Dokumentation und Ersatzteile

Zum Fahrzeug existiert eine umfangreiche Dokumentation durch

  • Rechnungen
  • Werkstattbelege
  • Unterlagen zu Um- und Einbauten
  • Nachweise über größere Investitionen
  • Fahrzeughistorie
  • Werkstatthandbücher
  • technische Unterlagen

So lassen sich viele Investitionen über Jahre nachvollziehen.

Besonderheit: Reifendruckregelanlage

Das Fahrzeug besitzt zusätzlich eine Vigia Reifendruckregelanlage. Wir haben diese insbesondere auf unseren Reisen im Ausland genutzt und sehr zu schätzen gelernt.

Wichtig: Die Anlage besitzt keine deutsche TÜV-Zulassung und darf deshalb in Deutschland nicht genutzt werden. Darauf weisen wir ausdrücklich hin.

Kein Showmobil sondern ein echtes Reisefahrzeug

Wir möchten unser Fahrzeug so zeigen, wie es ist. Der Steyr wurde 2023 in Paraguay in einer Lackiererei vollständig neu lackiert. Danach wurde er weiterhin intensiv auf Reisen eingesetzt.

Entsprechend gibt es heute wieder Kratzer, Schrammen und typische Gebrauchsspuren eines Weltreisemobils. Auch im Innenraum. Das ist normal, lässt sich nicht vermeiden und wenn du ihn auf Reisen nutzen möchtest, wirst du bald noch einige Kratzer mehr bekommen.

Wer ein makelloses Ausstellungsfahrzeug sucht, wird damit vermutlich nicht glücklich.

Wer dagegen ein Fahrzeug sucht, das tatsächlich gelebt, gefahren und auf langen Reisen erprobt wurde, bekommt genau das.

Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass dieses Raumkonzept auch mit 5 Personen über einen langen Zeitraum gut funktioniert. Viele kleine Umbauten und Verbesserungen sind aus Situationen entstanden, die wir selbst unterwegs erlebt haben.

Genau diese Details machen das Fahrzeug für uns zu einem durchdachten und bewährten Reisemobil und einem treuen Begleiter in fremden Ländern.

Warum verkaufen wir unseren Steyr?

Seit wir wieder in Deutschland angekommen sind, haben wir gemerkt, dass wir diesem tollen Fahrzeug nicht gerecht werden. Der aktuelle Alltag macht lange Urlaubsfahrten schwierig, eine lange Auszeit ist aktuell nicht abzusehen und der arme Ben steht viel zu lange auf der Stelle. Eine artgerechte Haltung ist das nicht.

Fast ein Jahr hadern wir nun – verkaufen oder nicht. Der Kopf sagt ja, das Herz nein. Deshalb wünschen wir uns für unseren Steyr Menschen, die mit ihm weiterreisen und seine Geschichte dort fortsetzen wo wir aufgehört haben.

Preis

Wir verkaufen das Fahrzeug für 135.000 € inkl. umfangreichem Ersatzteilpaket und großem Zubehörpaket im Wert von ca. 7.000 €.

Wie kommt dieser Preis zustande?

135.000 Euro sind viel Geld – besonders für ein Fahrzeug, dessen Basis über 30 Jahre alt ist. Bei einem Expeditionsmobil bestimmen jedoch nicht nur Baujahr und Kilometerstand den Wert, sondern vor allem der technische Zustand, der Aufbau, die Ausstattung und die getätigten Investitionen.

Bewusst gewählte, robuste Basis

Wir haben uns gezielt für einen Steyr 12S21 mit vergleichsweise einfacher, robuster Technik entschieden. Gerade auf Fernreisen ist es von Vorteil, dass vieles mechanisch aufgebaut und auch ohne spezielle Diagnosesysteme und komplizierte Elektronik repariert werden kann.

Über die Jahre flossen mehrere Zehntausend Euro in das Grundfahrzeug. Bauteile, bei denen sich mögliche Probleme abzeichneten, haben wir vorsorglich erneuert. Zuverlässigkeit war für uns wichtiger, als Komponenten bis zum Ende auszureizen.

Professioneller Aufbau und hochwertige Ausstattung

Der technisch aufwendige Zwischenrahmen und die fachgerechte Kabinenlagerung wurden von ORMOCAR ausgeführt. Eine solche Konstruktion kostet schnell mehr als 20.000 Euro und ist entscheidend, damit sich die Verwindung des Fahrgestells im Gelände nicht auf die Wohnkabine überträgt.

Auch der Wert der Kabine ergibt sich nicht allein aus ihrem Alter. Sie wurde über Jahre weiterentwickelt und während unserer zweijährigen Nutzung – davon rund eineinhalb Jahre in Südamerika – praktisch erprobt und ständig optimiert.

Zu einer hochwertigen Leerkabine, die heute schnell 30.000 bis 65.000 Euro kostet, kommen Elektrik, Solaranlage, Batteriesystem, Wassertechnik, Heizungen, Möbel, Küche, Bad, Stauboxen, Durchstieg und zahlreiche weitere Komponenten. Allein die fünf Hünerkopf-Fenster kosteten rund 12.800 Euro. Hunderte Stunden eigener Planungs- und Ausbauarbeit sind dabei nicht eingerechnet.

Unabhängig ermittelter Wert

Für unsere große Reise ließen wir 2022 ein unabhängiges Wertgutachten für Versicherung und Carnet de Passages erstellen. Ein Ingenieurbüro ermittelte damals einen Zeitwert von 150.000 Euro. Seitdem wurden nochmals rund 25.000 Euro in technische Verbesserungen und Optimierungen investiert.

Der Verkaufspreis von 135.000 Euro liegt damit bewusst unter dem bereits 2022 ermittelten Zeitwert. Er berücksichtigt zugleich den heutigen Zustand, die umfangreiche Ausstattung und die dokumentierten Investitionen.

Unser Steyr ist kein makelloses Showmobil, sondern ein ehrliches, fertiges und auf langen Reisen erprobtes Weltreisemobil mit Gebrauchsspuren, Geschichte und einem über Jahre bewährten Konzept.

Das Fahrzeug ist Unfallfrei.

Umfangreiches Ersatzteil- und Zubehörpaket

Mit im Preis enthalten ist außerdem ein umfangreiches Ersatzteil- und Zubehörpaket mit wichtigen Artikeln, die bei keiner Reise fehlen dürfen. Genauere Infos dazu stellen wir bei ernsthaftem Interesse zur Verfügung.

Besichtigung und Kontakt

Fahrzeugstandort: Lautertal, Hessen

Besichtigung und Probefahrt nach Vereinbarung möglich. Weitere Fotos, Rechnungen, Unterlagen und Informationen stellen wir bei Bedarf und ernsthaftem Interesse gerne zur Verfügung.

E-Mail: kletterreisen@gmail.com

Privatverkauf

Alle Angaben wurden nach bestem Wissen anhand der Fahrzeugpapiere und Unterlagen zusammengestellt. Irrtümer, Änderungen und Zwischenverkauf vorbehalten.

Häufige Fragen

Welche Laufleistung kann der Motor erreichen?

Eine konkrete maximale Kilometerleistung lässt sich seriös nicht vorhersagen.

Entscheidend sind unter anderem Wartung, Einsatzbedingungen, Betriebsstunden und technischer Zustand.

Unser Motor wurde regelmäßig gewartet. Nach unserer Reise wurde er 2024 zusammen mit den übrigen technischen Komponenten sorgfältig überprüft. Verschiedene Arbeiten und vorsorgliche Erneuerungen wurden durchgeführt.

Bei einem älteren Nutzfahrzeug ist für uns deshalb weniger die reine Kilometerzahl entscheidend als der dokumentierte technische Zustand und die Wartungshistorie.

Muss man bei einem solchen Fahrzeug mit Reparaturen rechnen?

Ja.
Es ist ein über 30 Jahre alter Lkw und kein Neufahrzeug. Auch wir hatten während unserer Reisen Reparaturen und Wartungsarbeiten.

Ein großer Vorteil des Steyr ist aus unserer Sicht aber die vergleichsweise einfache und mechanische Technik. Viele Arbeiten konnten wir selbst durchführen. Andere Reparaturen konnten auch unterwegs von lokalen Lkw-Werkstätten unkompliziert erledigt werden.

Genau diese weltweite Reparierbarkeit war einer der Gründe, weshalb wir uns bewusst für ein älteres Lkw-Fahrgestell entschieden haben.

Wie schnell fährt der Steyr?

Das Fahrzeug erreicht ungefähr 110 km/h.
Unser normales Reisetempo lag jedoch eher bei 80km/h.

Kann man damit richtig ins Gelände?

Der Steyr ist ein geländegängiger Allrad-Lkw. Also ja, man kann damit theoretisch „so richtig ins Gelände“.

Für uns gibt es aber einen großen Unterschied zwischen einem Wochenende im Offroadpark und einer monatelangen Reise mit dem gesamten Hausstand auf dem Fahrzeug.

Wir haben deshalb extremes Gelände bewusst vermieden.

Sand, schlechte Straßen, Pisten und schwierige Passagen gehören dennoch zum Reisealltag. Auch wir mussten anfangs gelegentlich schaufeln, bis wir beispielsweise gelernt hatten, welcher Reifendruck bei weichem Sand funktioniert.

Wie lange halten die Batterien?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten, weil der Verbrauch stark vom Nutzungsverhalten abhängt.

Der größte elektrische Verbraucher ist bei uns das Kochen mit dem zusätzlichen Induktionsfeld.

Wenn wir Strom sparen möchten, verwenden wir stattdessen den 3-Flammen-Gasherd im Innenraum oder den Gaskocher außen und benutzen zur Warmwassererzeugung ebenfalls Gas.

Gibt es eine Wasserfilteranlage?

Ja.

Wir haben uns bewusst für eine Kombination aus mobilem und fest installiertem Filter entschieden.

Beim Befüllen verwenden wir einen mobilen Keramikfilter.

Direkt vor dem Trinkwasserhahn befindet sich zusätzlich ein Kohlefilter, der von außen einfach gewechselt werden kann.

Wo bekommt man unterwegs Wasser?

Unsere Erfahrung aus zwei Jahren Reisen: Fast überall gibt es Möglichkeiten.

Wir haben beispielsweise häufig Wasser an Tankstellen, Quellen oder anderen geeigneten Versorgungsstellen aufgenommen. Aber eben auch mal aus klaren Bächen oder Brunnen.

Natürlich muss man bei längeren autarken Aufenthalten Wasser nachfüllen. Die Wasserversorgung war für uns aber auch auf langen Reisen kein grundlegendes Problem.

Warum ein älteres Fahrgestell?

Vor dem Kauf haben wir uns zahlreiche Expeditionsmobile und unterschiedliche Fahrzeugkonzepte angesehen.

Für uns war am Ende nicht entscheidend, möglichst neue Technik zu besitzen.

Wichtiger waren:

– robuste Nutzfahrzeugtechnik
– weltweite Reparierbarkeit
– möglichst wenig komplexe Elektronik
– gute Ersatzteilversorgung
– ein Fahrzeug, an dem man vieles noch verstehen und teilweise selbst reparieren kann

Deshalb haben wir uns bewusst für ein älteres Lkw-Fahrgestell entschieden.

Kann das Fahrzeug direkt übernommen werden?

Grundsätzlich ja, sobald Kaufvertrag und Bezahlung abgeschlossen sind.

Uns ist allerdings wichtig, das Fahrzeug vernünftig zu übergeben.

Wir würden deshalb gerne – je nach Kenntnisstand des Käufers – etwa ein bis zwei Tage für eine ausführliche Einweisung einplanen. Das Fahrzeug besitzt viele technische Details, die man am besten direkt am Fahrzeug erklärt bekommt.

Wo kann man die Steyr-Technik kennenlernen?

Wir selbst haben uns unter anderem bei Optimobil in Österreich viel Wissen angeeignet.

Dort konnten wir unter kompetenter Anleitung selbst am Fahrzeug arbeiten und die Technik besser verstehen. Für uns war das besonders hilfreich, weil man dadurch unterwegs viele Dinge wesentlich besser beurteilen kann.

Gibt es eine Steyr-Community?

Ja. Rund um die Steyr-Lkw gibt es eine aktive Gemeinschaft.

Für uns war insbesondere das Steyr-Forum immer wieder eine hilfreiche Informationsquelle für technische Fragen, Erfahrungen und Tipps.

Was passiert, wenn unterwegs etwas kaputtgeht?

Zum Fahrzeug gehört eine umfangreiche technische Dokumentation inklusive Werkstatthandbüchern und Unterlagen zu Ersatzteilen.

Viele kleinere Themen lassen sich dadurch selbst nachvollziehen oder gemeinsam mit einer normalen Lkw-Werkstatt lösen.

Bei spezielleren Fragen haben wir außerdem gute Erfahrungen damit gemacht, fachkundige Steyr-Spezialisten einzubeziehen.

Laufende Kosten

KFZ-Steuer: pro Jahr ca. 196 € (Oldtimer-Zulassung)
Versicherung: bei ganzjähriger Zulassung und Vollkasko aktuell ca. 1.800 € / Jahr

Diese Kosten hängen jedoch von Zulassung, Versicherer, Tarif, Fahrerprofil und persönlicher Situation ab und sollten vom Käufer individuell geprüft werden.