Am einfachsten geht Brot backen ohne Backofen im Wohnmobil natürlich mit einem Omnia auf einem Gasherd oder Lagerfeuer. Vieles geht bei gleichem Rezept aber auch problemlos in zwei Töpfen oder in der Pfanne.
Falls du die Omnia- oder Topf-Rezepte zu Hause im Backofen backen willst, funktioniert das natürlich auch. Hierbei braucht ein Brot etwa 40 Minuten und der gleiche Teig als Brötchen 25 Minuten. Dabei bitte keine Umluft nehmen, sonst wird es trocken. Für eine tolle Kruste ein Schnapsglas voll Wasser auf den Boden des Backofens kippen, sobald das Brot im Ofen ist. Achtung sich dabei nicht verbrennen.
Inhaltsverzeichnis
Welche Arten zum Brot backen ohne Backofen gibt es?
Brot backen im Omnia
Mit einem Omnia kann man auf einem Gasherd Kuchen, Brot, Aufläufe etc. machen, wenn man keinen eingebauten Backofen hat. Das Volumen reicht für ein Brot mit 500g Mehl oder einen Auflauf für 2-3 Personen. Da wir zu fünft unterwegs sind haben wir gleich zwei Omnias dabei. Diese Beiden lassen sich übrigens platzsparend ineinander verstauen.
Brot im Omnia backen: Den aufgegangenen Hefeteig nochmal durchkneten und als lange Wurst ausrollen in den gebutterten und mit Mehl bestäubten Omnia legen. Danach mindestens 15 Minuten aufgehen lassen. Wir machen dies oft am Vorabend und stellen den kompletten Omnia direkt in den Kühlschrank bzw. nach draußen. Dann brauchen wir ihn morgens nur zu backen. Hierbei kannst du den Teig auch zum Aufgehen direkt nach dem Kneten in den Omnia füllen und musst ihn nicht eine Stunde in der Schüssel aufgehen lassen (siehe Kapitel Grundlegendes für Hefeteig).
Backen: 2 Minuten auf höchster Stufe, danach ca. 40 Minuten bei schwacher Hitze weiter backen. Wichtig: den Deckel währenddessen nicht öffnen.
Anschließend Brot rausnehmen Unterseite nach oben wieder in den Omina und nochmal 10 Minuten backen, damit es auch oben eine schöne Kruste gibt.


Brot backen in der Pfanne
Den vorgegangenen Teig aufgehen lassen, danach in mehrere möglichst flache Fladen auf eine mehlbestäubten Fläche drücken max. 1cm dick. Nochmal 10 Minuten aufgehen lassen. Danach ohne, oder wer’s lieber mag mit, etwas Fett in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze mit Deckel für 7-8 Minuten backen, wenden und auf der anderen Seite backen.
Brot backen im Topf
Man braucht zwei Töpfe, der größere mit Deckel, die ineinander passen. Alternativ einen großen Topf mit Deckel und ein Metallsieb mit Backpapier. Hierfür lässt sich übrigens super das FireQ-Topfset von Adventuregear verwenden. Außerdem braucht man einen Abstandshalter zwischen den beiden Töpfen. Hat man keine parat, tun es notfalls auch drei gleich große Alufolienkugeln.
Grundrezept um ein Brot zu formen: Den kleineren Topf buttern und bemehlen oder mit Backpapier auslegen. Danach den Teig mindestens 15 Minuten aufgehen lassen oder über Nacht in den Kühlschrank stellen. Zum Backen nur noch den Topf/Sieb mit einem Abstellhalter in den großen Topf stellen. Deckel drauf und für 1 bis 1,5 Stunden auf dem Gasherd, Elektroherd oder Lagerfeuer backen.
Auch hier kannst du die 1 Stunde die der Teig vor dem erneuten kneten aufgehen muss, verkürzen oder weglassen wenn du den Teig bereits am Vortag machst und bereits in deinem kleinen Topf oder Sieb in den Kühlschrank über Nacht stellst.
Wie merke ich ob mein Brot durchgebacken ist?
Ob das Brot durchgebacken ist, merkst du daran, dass es hohl klingt, wenn du mit den Fingerknöcheln auf die Unterseite klopfst.
Rezepte
Grundlegendens für Hefeteige
Alle Rezepte in diesem Bericht sind von der Menge für einen Omnia angegeben.
Wenn ein Omina gebuttert und bemehlt ist, lösen sich die Brote so gut, dass es reicht den Omnia im einem Stück Küchenrolle auszuwischen. Das spart enorm viel Wasser, wenn man länger autark sein will.
Für den Vorteig, den man bei frischer Hefe machen kann, kannst du dir die 2te Schüssel ebenfalls einsparen, indem du das komplette Mehl in eine Schüssel gibst, eine Kuhle formst, Wasser und oder Milch (und gegebenenfalls Jogurt, Eier, Zucker) und die Hefe in die Kuhle hineinbröselst. Dann verrührst du das Gemisch mit etwas Mehl vom Rand. 15 Minuten abgedeckt den Vorteig ruhen lassen.
Danach die restlichen Sachen dazugeben erst mit dem Hefevorteig vermischen und dann das restliche Mehl mit unterkneten. Salz und Backpulver kannst du auch gleich in den unteren Teil vom Mehl mischen bzw. generell ins komplette Mehl wenn du den Vorteig etwas länger aufgehen lässt. Öl/geschmolzene Butter am Besten erst, wenn der Teig schon verrührt ist, herein rühren. Bei frischer Hefe kannst du dir den Vorteig auch sparen wenn der Teig viel Zeit zum aufgehen hat.
Trockenhefe benötigt kein Vorteig, hier am Besten erst alle trockenen Zutaten vermischen und dann in einer Kuhle alles flüssige oder weiche rein und dann vermengen. Ob du die Trockenhefe in einer Kuhle auflösen solltest oder besser ins Mehl vermischen solltest, entnimmst du am besten der Packungsbeilage. In Deutschland funktioniert meistens beides, hier in Südamerika gibt es Hefe, die muss man ins Mehl mischen, sonst wandert sie den Schüsselrand hinauf.
Die Angabe des Wassers (Milch etc.) kann ebenfalls variieren, je nach Eiweißgehalt, Mahlgrad, etc.. es gibt viele Faktoren die die Flüssigkeitsmenge beeinflussen. Der Hefeteig hat dann die richtige Konsistenz, wenn er beim Kneten schmatzt, du ihn aber noch von den Fingern bekommst. Gerade wenn du Vollkornmehle verwendest, dauert es etwas, bis die Ballaststoffe aufgequollen sind. Im Zweifel lieber flüssiger lassen und erst nach der ersten Runde Aufgehen und dem langen Kneten mit etwas Mehl eindicken.
Apropos kneten Hefe liebt es geknetet zu werden das Brot wird um so besser je länger du ihn „Lieb hast“ und knetest. Optimal sind 10 Minuten. Ein zu viel kneten gibt es nicht (zumindest schafft man das beim mit der Hand kneten nicht, nur mit einer Küchenmaschine). Das es gut ist siehst du daran, dass du den Teig ganz dünn ziehen kannst ohne das er reißt. Man sagt, perfekt wäre dass man eine Zeitung durch lesen kann, aber so lange muss ja dann doch nicht sein.
Hefe mag es mollig warm zum aufgehen, aber Achtung ab 42 Grad stirbt sie ab.
Kleiner Tipp am Rande, wir haben lange gesucht bis wir so ein gutes Schüsselset gefunden haben, das zum einen aus Edelstahl ist, das Stabil steht, einen jede Schüssel einen Deckel hat und das Volumen der größten Schüssel groß genug ist um 1kg aufgegangenen Hefeteig oder einen Blattsalat für mindestens 5 Personen aufnehmen zu können. Und die so geformt ist, dass man super mit der Hand einen Teig kneten kann.
Das Wichtigste zusammengefasst:
- einen Vorteig braust du nur bei Frischer Hefe. Diesen 15-20 Minuten Ruhen Lassen und dann mit dem Rest verkneten
- Kneten was das Zeug hält 10 Minuten sind optimal
- eine Stunde Ruhen lassen
- Nochmal kurz durchkneten, falls er jetzt noch zu flüssig ist etwas Mehl dazu
- Teig in Form bringen 15 Minuten ruhen lassen und backen
- Wenn du den Teig erst am nächsten Tag backst, kannst du ihn kürzer als eine Stunde aufgehen lassen, kneten und gleich kühl stellen
deftige Brot Rezepte
Garlic Naan (indisches Fladenbrot mit Knoblauch)
500g Mehl
150ml Milch
2 El Zucker
1Tl Backpulver
2Tl Trockenhefe
2EL Öl
150ml Jogurt
1 Ei
1Tl Salz (10g)
Zum Backen:
ca. eine Knolle Knoblauch und Öl
Knoblauch schälen und Fein hacken in eine Tasse füllen und mit Öl bedecken und ziehen lassen.
Teig Herstellen und eine Stunde aufgehen lassen.
Danach Arbeitsfläche bemehlen den Teig nochmal durchkneten in kleine Kugeln Formen und in flache Fladen drücken die gerade so in die Pfanne passen. Diese dann mit etwas Öl in einer Pfanne backen.
Sobald der Fladen in der Pfanne ist Knoblauch mit etwas Öl auf der Oberen Seite verteilen und leicht andrücken. wenn der Fladen auf der Unterseite schön gebräunt ist, den Fladen umdrehen und die Oberseite Backen (Achtung dauert nur noch halb solange wie die erste Seite. Fertiges Brot raus nehmen und das nächste Backen.
Alternativ, wer kein Knoblauch mag oder verträgt, ihn kann man auch einfach weglassen.
Schnelles Pfannenbrot
300g Mehl (bei Vollkornmehl pro 100g 1 El zusätzliches Wasser)
1 Tl Backpulver
1 Tl Salz
1 El Öl
200 ml Jogurt (Alternativ Milch oder Wasser)
Trockenes in einer Schüssel verrühren, Flüssiges zugeben und verkneten. 15 Min ruhen lassen in kleine Fladen drücken und in einer Beschichteten Pfanne ausbacken dabei mehrmals wenden dauert je nach dicke so 10-15 Minuten je Fladen. Tipp mit einem Deckel sind sie schneller durch.
Weißbrot / Sonntagsbrötchen
500g Mehl
300g Wasser
1 Päckchen Trockenhefe oder 20g Frische Hefe
1 Tl Salz (10g)
Zubereitung siehe Grundlegendens für Hefeteige
Stockbrot (Knibbelbrot)
Bei uns eine gängige Zubereitungsart gemütlich am Lagerfeuer. Du nimmst den Teig vom Weißbrotrezept (mit der Hälfte von der Hefe) nimmst je so eine 5cm Kugel davon rollst diese eine 1cm dicke Schlange und wickelst diese mit einem Abstand von 1cm um einen an der Spitze endrindetet Stock. Dann hält man den Stock mit dem Teig mit so 10-15cm Abstand über die Glut. Aufpassen nicht in die Flammen halten sonst verbrennt dieser, ohne durch zu werden.
Des Weitern unbedingt darauf achten, dass der Baum von dem der Stock ist nicht giftig ist oder harzt. Sehr gut eignet sich Hasel. Die Stöcke lassen sich wiederverwenden, dazu vor Benutzung gut wässern und nochmal nachschnitzen. Für unterwegs haben wir Spieße, die sich klein verpacken lassen, damit lassen sich auch super Würstchen überm Lagerfeuer grillen.

Sonnenblumenbrot (unser Lieblingsbrot) / Sonnenblumenkernbrötchen
250g Mehl
200g Weizenvolkornmehl
300g Wasser
100g Sonnenblumenkerne
1 Päckchen Trockenhefe oder 20g Frische Hefe
1 Tl Salz (10g)
Sonnenblumenkerne in der Rührschüssel im Wasser eine halbe Stunde Quellen lassen. Dann den Rest siehe Grundlegendens für Hefeteige. Falls du das mit frischer Hefe machen willst, geht das am einfachsten wenn du die Sonnenblumenkerne und den Vorteig quasi zusammen gehen lässt, in einem Gefäß.
Alternative anstelle der Sonnenblumenkerne kann man auch 100g Leinsamen oder 100g Walnüsse verwenden oder Kombinationen aus 60g Sonnenblumenkerne 40g Leinsamen; 100g Kürbiskerne.
Schnelles Quarkbrot
300g Mehl
1/2 P. Backpulver
300g Quark
1/2TL Honig
1/2TL Salz
1 großes Ei
Quark, Eier, salz und Honig verrühren, Mehl mit Backpulver vermischen und zum Rest dazu kneten. zu einer Schlange formen und im Omnia Backen (oder wer hat als Brötchen im Backofen backen)
Süße Brote & Hefekuchen Rezepte
Rosinenbrot
330g Mehl
180ml Wasser
20g Öl oder weiche Butter
1 MS Salz
TL Honig
1/2 TL Zimt
1/2 P Trockenhefe bzw. 10g Frisch
100g Rosinen
Zubereitung: Zubereitung siehe Grundlegendens für Hefeteige
Nusszopf
Hefeteig:
¾ Würfel Hefe oder 1,5 P Trockenhefe
1 El Wasser
60 g Zucker
1/3 TL Salz
1 Eigelb
170 ml Milch
60 g Butter flüssig oder Margarine
375 g Mehl
Füllung:
200g Haselnüsse (gehackt und gemahlen, ca. halb halb) Alternativ 100g Mandeln + 100g Walnüsse
1 TL Zimt
1 Eiweiß
2 gehäufte EL Zucker
1,5 EL Kakao (reinen Kakao, Backkakao)
ca. 8 EL Milch
Etwas Vanille oder alternativ Zucker mit Vanillezucker ersetzen
Zuckerguss:
120g Puderzucker
0,5 bis zu einer Zitrone (gegebenenfalls aber auch teilweise Wasser wenn sie sehr sauer ist)
Zubereitung:
Hefeteig herstellen und aufgehen lassen. siehe Grundlegendens für Hefeteige
In der Zwischenzeit alle Zutaten für die Füllung zusammen rühren. Wir verwenden bei den Haselnüssen ungefähr halb halb gehackt und gemahlen, wenn es nur ganze Nüsse zu kaufen gibt, zerkleinern wir sie selbst mit dem Stabmixer. Dies funktioniert natürlich auch klassisch mit dem Messer, dauert jedoch deutlich länger. Bei der Milchmenge muss man schauen, bis die Paste eine cremige Konsistenz erreicht, ungefähr wie bei Erdnussbutter.
Wenn der Teig sich verdoppelt hat, den Teig rechteckig ausrollen und die Paste darauf verteilen.
Danach den Teig über die lange Seite aufrollen. Um ein Nusszopf typisches Muster hinzubekommen, den Teig bis zur Hälfte mit einem Messer durchschneiden und mit zwei Strängen flechten. Mit der anderen Seite der Rolle genauso verfahren. Jetzt den Zopf in den Omnia legen (geht zur Zweit deutlich leichter).
Den Omnia auf den Gaskocher stellen, erst 2 min auf großer Flamme und danach 30-40 min auf niedrigster zu Ende backen.
Auf den heißen Nusszopf, den Zuckerguss verteilen. Für den Zuckerguss den Puderzucker mit Zitronensaft und Wasser vermengen (je nachdem wie sauer die Zitrone ist, muss im Verhältnis mehr Wasser rein, probieren).








Zimtschnecken
Hefeteig:
270 ml Milch
60 g Butter
500 g Mehl
50 g Zucker
1 P. Vanillinzucker
1 MS Salz
½ Würfel (20g) frische Hefe
Für die Füllung:
100 g weiche Butter oder max. 80g Öl (soviel das die Konsistenz die von einer Nusscreme ist)
70 g Zucker
3 TL Zimt
Hefeteig herstellen und Aufgehen lassen. siehe Grundlegendens für Hefeteige
In der Zwischenzeit die Füllung zusammenrühren.
Wenn sich der Teig verdoppelt hat durchkneten und zu einer etwa 30cm langen Schlange rollen und diese dann zu einem ca. 30×40 cm großen Rechteck ausrollen. Die Füllung auf dem Teig verteilen. Auf der oberen langen Seite den Letzten cm keine Füllung auftragen damit der Hefeteig besser aneinanderklebt . Den Hefeteig von der Langen Seite aufrollen. dann den Teig in ca. 2-2,5 cm dicke Scheiben schneiden.
Diese entstandenen Schnecken in einer bzw. zwei beschichteten Pfannen auf Backpapier legen und 30 Minuten abgedeckt aufgehen lassen, Danach die Schnecken mit Deckel erst 2 Min. auf hoher Hitze und dann auf Kleiner Hitze 20 Minuten backen. Wenn man viel Wasser hat kann man anstelle des Backpapiers auch Butter nehmen, jedoch karamellisiert der Zucker beim Backen und dies führt zu einer ziemlichen Kleberei. Wer einen Backofen hat, kann die Schnecken auch auf einem Backblech backen. 160Grad Ober-/Unterhitze
Alternativ kann man die Zimtschnecken auch als Zimtkuchen im Omina backen. den könnt ihr dann auch als Zopf flechten wie beim Nusskuchen
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Das Topfset mit Sieb und Abstandshalter bekommst du direkt bei Adventuregear
