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K1600 2022 09 03 Piding 1

Deutschland – Österreich – Deutschland

Nach unserem Besuch im Erwin Hymer Museum machten wir uns auf den Weg nach Österreich. Genauer gesagt nach Grödig zur Firma Optimobil. Dort mussten wir nochmal auf die Bremsen von Ben schauen, bevor es so richtig weiter gehen sollte. Aber manchmal kommt es anders, als man denkt.

Über die Grenze nach Österreich

Wir verbrachten nochmal eine Nacht in Deutschland kurz vor der Grenze zu Österreich.

Auf dem Stellplatz der Götchenalm verbrachten wir eine Nacht und gingen im Anschluss am nächsten Tag wandern. Die Berge haben uns gefehlt und wir genossen es sehr, endlich wieder mehr als nur die odenwälder Hügel (auch wenn diese ebenfalls wunderschön sind) um uns zu haben.

Hier hatte es offenbar auch genügend geregnet und wir konnten sogar ein paar leckere Pilze für eine kleine Pilzpfanne finden.

Danach ging es direkt weiter über die Grenze nach Grödig zu Optimobil.

Ungeplant-geplante Reparaturarbeiten

Wir wussten ja, dass in Stefans Werkstatt ein paar Arbeiten anfallen würden. Unter anderem sagte der Bremsenprüfstand vor der Abfahrt, dass die linke Hinterradbremse in der Bremskraft von der rechten ein wenig abweicht. Das wollten wir in Österreich in der Werkstatt beheben, sowie einen letzten Check durchführen und unser kleines Leck in der Druckluftanlage finden.

Die Bremse muss nur nachgestellt werden – war unser Gedanke. Und da der Nachsteller offenbar festgerostet oder anderweitig blockiert war, wollten wir das in Österreich bei Optimobil machen. Die haben auch gleich das richtige Werkzeug und die nötige Erfahrung, falls uns in einem dieser Punkte etwas fehlt.

Leider zeigte sich die Bremse ziemlich uneinsichtig. Wir machten den Nachsteller wieder gangbar, wechselten die Beläge, suchten alle möglichen Fehlerquellen. Rad runter, Bremstrommel runter, Bremstrommel drauf, Rad drauf. Keine Ahnung, wie oft wir das Spiel spielten.

Rad ab!

Letztendlich fanden wir aber den Fehler: Die Bremstrommel war offensichtlich ein klein wenig verzogen und deshalb kam die Abweichung. Stefan kann in der Werkstatt aber keine Trommel ausdrehen. Also haben wir für das Wochenende eine Ersatztrommel bekommen und dürfen am Montag die ausgedrehte Trommel wieder abholen und aufziehen.

Für uns heißt das aber, wir bleiben das Wochenende in der Nähe.

Von Österreich zurück ins Berchtesgadener Land

Da wir das Wochenende nicht in der Werkstatt verbringen wollten, zog es uns ein Stück zurück wieder nach Deutschland. In Piding im Berchtesgadener Land fanden wir einen netten kleinen Campingplatz. Hier zahlt man für die Sanitärbenutzung extra. Braucht man das nicht, ist der Platz ziemlich günstig. Mit unserer Trenntoilette* und Dusche an Bord sind wir ja nicht auf die sanitären Anlagen angewiesen und auch durch unsere Solaranlage ziemlich autark unterwegs.

Wanderung zum Thumsee

Nachdem wir 3 Tage in der Werkstatt verbrachten, war es eine Wohltat wieder den Rucksack* zu packen und wandern zu gehen. Vom Campingplatz zum Thumsee und zurück sind es ca. 17 wunderschöne Kilometer und nur wenige Höhenmeter. So wurde die Wanderung eher zum ausgedehnten Spaziergang in traumhafter Kulisse.

Am Montag geht es zurück nach Österreich

Hier bleiben wir bis Montag und genießen die Berge. Dann hoffen wir, dass unsere Bremstrommel fertig ist und wir weiter in Richtung Slowenien reisen können.

Ärgerlich? Keineswegs

Natürlich hatten wir geplant, an diesem Wochenende schon wieder in Richtung Süden unterwegs zu sein. Aber manchmal kommt es eben anders. Ob wir uns darüber ärgern? Keineswegs. Wir sind nicht auf einer zeitlich begrenzten Urlaubsreise und unser Ziel war es ja, langsam zu reisen. Reparaturen werden für uns immer wieder dazu gehören und bei Optimobil haben wir in den letzten Tagen auch wieder eine ganze Menge Infos über unser Fahrzeug erhalten und viel gelernt.

Hattest du unterwegs schon Reparaturarbeiten, die länger dauerten, als geplant? Wie gehst du damit um? Ärgerst du dich oder machst du es dir eben dort gemütlich, wo du gerade bist?

7 Gedanken zu „Deutschland – Österreich – Deutschland“

  1. Pingback: Von der Bremsen-Odyssee nach Slowenien - auf-Achse-sein.de

  2. Guten Abend ihr Lieben,
    Danke für eure Worte und Wünsche. Unser LKW bremst jetzt wieder auf beiden Seiten gut und wir sind heute weitergefahren.
    Liebe Grüße aus Slovenien
    Christa, Eric, Claudia, Ronja und Tim

  3. Hi Eric und Famile, ich verfolge auch euren Trip, Hauptsache euer LKW läuft wieder, un ddie Kosten halten sich in Grenzen, auch wenn es mal paar Tage dauert.
    Gruß Bernhard Dixkes

  4. Michael Mangelsdorff

    Klasse, toll euer Abenteuer miterleben zu können.

    Das Video zum Fahrzeug 🚗 ist sehr informativ… tolle Einblicke.

    Ich wünsch euch eine gute Weiterfahrt und freue mich auf die nächsten News.

    Viele Grüße Michael

  5. Da ja bekanntlich immer gesagt wird, der Weg wäre das Ziel, ist es bei euch doch genau so erfahrbar😉
    Das macht das Leben und das reisen doch so einzigartig, dass zu nehmen was kommt , zuzulassen und mit dem Leben und den Gegebenheiten im Fluss und nicht gegen den Fluss zu sein!
    Habt eine wundervolle Zeit und danke fürs teilhaben dürfen 🚚☀️

    1. Hallo Beate,
      ja, genau das ist die Kunst in der wir uns üben. Wir sind nicht im Stress und versuchen von jeder Gelegenheit die positiven Seiten zu sehen.
      Liebe Grüße und einen schönen Sonntag noch.
      Christa & Co.

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