Kletterhallen

Wir bewerten Kletterhallen, die wir bereits besucht haben. Rein Subjektiv, rein aus dem Bauch heraus aber immer ehrlich.

Bensheim, High Moves

Unsere Stamm-Kletterhalle in Bensheim bietet neben abwechslungsreichen Routen auf 12 bis 15 Metern Höhe ein sehr schönes Kletterklima: Die Kletterrouten sind fair bewertet, einen kleinen Boulderbereich, einen kleinen Anfängerbereich und einen Kinderkletterbereich findet man hier ebenfalls.
In der Halle findet man neben den normalen Kletterrouten unter anderem einen gemütlichen Sitzbereich mit Kamin, um sich von der Kletterei zu erholen. Außerdem gibt es hier einen Indoorhochseilgarten, einen Hochseilgarten mit Zip-Line draußen. An kalten Tagen empfiehlt sich zur Entspannung ein Gang in die halleneigene Sauna.
An warmen Tagen läd der schöne Außenbereich zum klettern und Verweilen ein. Auch hier gibt es einen Sitzbereich und hin und wieder wird auch gegrillt. Boulderblock und Slackline lockern die Atmosphäre auf und halten fit.
Ebenfalls erwähnenswert ist das Hallenklima im physischen wie im psychischen Sinn: Die Halle ist immer richtig temperiert und selbst im Hochsommer nie stickig. Auch die Beleuchtung passt in allen Ecken und Winkeln.
Die beiden Geschäftsführer der Halle sind selbst sehr oft in der Halle anzutreffen und stehen jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung. Außerdem legen sie einen hohen Wert auf Sicherheit und gehen offen mit sicherheitskritischen Themen und Verstößen um.

Darmstadt, DAV-Kletterzentrum Darmstadt

Diese Kletterhalle liegt ebenfalls in unserem näheren Einzugsgebiet und wir sind deshalb öfter mal hier anzutreffen. Die Kletterei hier ist relativ anspruchsvoll und im Vergleich zur Bensheimer Halle eher schwieriger, dafür wird deutlich öfter umgeschraubt. Die Hallenhöhe beträgt 17 Meter.
In Sachen Belüftung, Beleuchtung, Sauberkeit und Hygiene bildet Darmstadt  für uns allerdings das Schlusslicht. Einige Lampen flackern und machen so das Klettern im oberen Drittel schwieriger durch das zappelige Licht. In den Duschen riecht es unangenehm, deshalb duschen wir lieber zuhause.
Positiv dagegen sind der Kinderbereich für die ganz Kleinen und der kleine Klettershop mit Möglichkeit die Kletterschuhe reparieren zu lassen.

Landau, Fitzrocks

Die Kletterhalle in Landau gehört mit zu den schönsten Hallen, die wir bisher besucht haben. Sie bietet an ihren bis zu 16 Meter hohen Wänden viel Abwechslung und faire Routen. Außerdem hat die Halle einen wunderschönen Boulderbereich und abgetrennten Anfängerbereich. Im Vergleich zur Halle in Bensheim ist das klettern hier eher etwas leichter einzuordnen.
Ein großer Pluspunkt ist für uns neben der Sauberkeit in der Halle und den sanitären Anlagen auch die Möglichkeit der kostenfreien Kinderbetreuung. Die Zeiten hierzu sind auf der Webseite nachzulesen. Wer früh am Wochenende kommt, trifft hier oft auf eine nahezu leere Halle.
Ein kleines Minus bekommt die Halle im Winter: Es ist ziemlich kühl und beim Sichern kühlt man schnell wieder aus. Eine Jacke zum überziehen mitzunehmen ist hier wichtig.

Frankenthal, Pfalz-Rock

Die Halle in Frankenthal ist weder die größte noch die neueste Halle und die sanitären Anlagen könnten langsam mal renoviert werden. Dafür wird man aber bei einem Besuch mit wunderschöner und sehr abwechlungsreicher Kletterrei entschädigt. Die Hallenhöhe liegt bei 15 Metern, hat jedoch auch deutlich längere Touren durch die Überhänge. Seitlich der Hauptwand befindet sich die Möglichkeit eine lange Route ohne große Überhänge zu queren, was wir gerne immer wieder als Training für das Klettern in Mehrseillängentouren nutzen.
Ein Ausflug nach Frankenthal ist deshalb für uns immer ein Grund zur Freude.

Frankfurt, Kletterzentrum Frankfurt/Main

In dieser Halle waren wir bisher erst ein  Mal. Sie bietet maximal 14 Meter hohe Wände.
An diesem Sonntag war es mit mäßiger Besucherzahl dennoch fast schon unangenehm laut. Positiv fielen uns hier der angenehme Fallschutzboden und die interessanten Wandstrukturen auf.

Ludwigshafen, EXTREM-Ludwigshafen

Auch in dieser Kletterhalle waren wir bisher nur einmal und das wird auch so bleiben. Für unseren persönlichen Geschmack waren die Wände mit 10 Metern maximale Höhe einfach zu niedrig.
Da die Wände eher High-Boulder ähneln, waren die wenigen Züge, die man klettern konnte, eher schwierig für den angeschriebenen Schwierigkeitsgrad und einen Sturz wollten wir nicht riskieren. Spaß hatten wir hier keinen. Auch die Umkleiden und sanitären Anlagen waren eher mit denen einer Schulsporthalle gleichzusetzen.

Nürnberg, Climbing Factory

Die Climbing Factory ist etwas schwierig zu finden, da sie dem Fitnesstudio Injoy integriert ist und kein eigenes Hinweisschild in dem Irrgarten vor Ort hat.
Es ist eine kleine Halle, die sich jedoch mit 17 Meter Wandhöhe nicht zu verstecken braucht. Die Routen sind vielfältig und etwa mit dem Schwierigkeitsgrad in Landau gleichzusetzen. Allerdings haben viele Routen Überhänge dabei – wem das nicht so liegt, der empfindet die Schwierigkeit natürlich höher.
Die etwas in die Jahre gekommenen sanitären Anlagen sind im Keller untergebracht und haben eher das Flair von Bunkerduschen. Sauber waren sie allerdings.
Was uns in der Halle aufgefallen ist, ist dass viele der zu diesem Zeitpunkt kletternden Personen nur geringfügiges Sicherheitsempfinden aufzeigten. Auch der Lehrer, der im Rahmen seines Schulsports hier junge Mädchen unterrichtete, zeigte großes Fehlverhalten im Sicherheitsbewusstsein.

Offenbach, KletterBar

Wir waren am Tag der Eröffnung am 2. Mai 2015 dabei und verfolgen seitdem die Entwicklung der KletterBar. Die Halle liegt am Ende einer Sackgasse. Leider ist  sie für unbekannte Besucher etwas schwierig zu finden.  Der Innenbereich ist angenehm gestaltet und die Kletterei macht Spaß. Positiv sind uns vor allem der durchgehende Fallschutzboden und die mit Gummi gedämpften Expressen aufgefallen, die beim aufschlagen an der Wand deutlich leiser sind als anderswo. Leider sind diese Expressen aber zum Ausklicken im Nachstieg durch ihre Bauform eher nicht so optimal. Das wird jedoch entschädigt durch die schön gestalteten Wände und die Hallenhöhe mit 16,7 Meter. Anfangs fanden wir in den unteren Schwierigkeitsbereichen (bis zum fünften und sechsten Grad UIAA) die Bewertungen in einigen Routen nicht ganz passend. Dies hat sich mit der Zeit aber relativiert. Die Umlenker sind vor schallgedämmten Platten angebracht und bestehen aus zwei einzeln aufgehängten Karabiner. Diese lassen sich leichter einhängen als die oft in Kletterhallen aufgehängten gegenläufigen Karabiner an der Kette.
Die Halle hat eine schöne Sitzecke und eine gute Bar. Draußen gibt es einen Grill und ebenfalls eine schöne Ecke zum Entspannen.
Als einzig negativen Punkt konnten wir die Lautstärke wahrnehmen. Sind viele Leute in der Halle, wird es schnell richtig laut. Meistens sind wir eher am Wochenende ziemlich früh dort, dann ist es noch ziemlich leer.

Stuttgart, Kletterzentrum Stuttgart

Im Dezember 2015 konnten wir uns im Kletterzentrum Stuttgart etwas austoben. Mit Freunden und den Kindern wollten wir dort an einem Sonntag einen schönen Klettertag verbringen, was uns auch ganz gut geglückt ist. Die Halle ist groß, etwas verwinkelt und bietet eine große Vielfalt an Klettermöglichkeiten in allen Schwierigkeitsgraden. Egal ob man sich im Überhang an Henkeln auspowern möchte oder eher auf feinfühlige Technikrouten steht, wir haben für beide Geschmäcker ausreichend gefunden. Gemessen an unseren Stammhallen in Bensheim und Darmstadt hat sie auch ein gut passendes Bewertungssystem.
Positiv fanden wir auch den kleinen Kinderraum, der durch Glasscheiben abgetrennt ist, womit die Kinder zwar sichtbar bleiben, aber ihre Lautstärke doch etwas gedämmt wird. Der Außenbereich beeindruckt durch eine skurril wirkende Außenkletterwand und durch einen Kinderspielplatz.
Sonntags am Vormittag war noch relativ wenig los in der Halle. Gegen Nachmittag füllte sie sich dann schon ziemlich, war aber noch im vertretbaren Rahmen. Eric allerdings war auch einmal unter der Woche am Abend dort. Da wurde es dann auch sehr voll und man musste Zeitweise an den Routen anstehen, um klettern zu können.
Im Großen und Ganzen hat uns aber die Halle sehr gefallen und in Sachen Kinderfreundlichkeit und Klettermöglichkeiten hat sie sehr gut abgeschnitten.