England Juli 1995

Hauptreiseziele: London, Isle of Wight, Bornemouth, Weymouth, Dorchester,  Salisbury, Blackmoor

Reisedauer: 3 Wochen

Reisende: Eric und Claudia

An- und Abreise: Flugzeug

Reisemittel vor Ort: Mountainbike

Aktivitäten: biken

Diese Reise hatten wir mit dem Fahrrad unternommen. Genauer gesagt sind wir mit unseren Rädern nach London Gatwick geflogen und von hier gestartet.
Als erstes sind wir Richtung Süden, auf die Isle of Wight, gefahren und mit der Fähre übergesetzt.
Die Erste Nacht auf dem Weg dorthin hatten wir keinen Campingplatz gefunden. Der Bauer, den wir nach einer Übernachtungsmöglichkeit gefragt hatten, verneinte, da er kein Grundbesitz hatte und derzeit in diesem Gebiet abends Hasenjagd gemacht wurde. Wir sollten doch bitte ein Stück weiterfahren.
Da wir ihm nicht so richtig glaubten und auch keine große Lust hatten, noch ewig weiterzufahren (es dämmerte bereits) legten wir uns in den nächsten Wald.
Einige Zeit später ging die Hasenjagd los und wir bangten die ganze Zeit, dass sie nicht auch in diesem Wald jagen würden. Das taten sie jedoch zum Glück nicht.
Zum krönenden Abschluss fing es gegen 3Uhr morgens an zu tröpfeln. Da wir dachten, in England regnet es ja schließlich öfter, bauten wir dann doch das Zelt auf. Pünktlich als wir fertig waren, hörte es auf zu tröpfeln.
Auch sonst regnete es in den 3 ½ Wochen nur an einem Tag richtig viel (am Durdle Door).
Nach der Isle of Wight fuhren wir Richtung Westen.
Die Landschaft dort war sehr schön und die Leute sehr freundlich und hilfsbereit.
Südengland hat sehr schöne Steilküsten an denen man auch Fossilien finden konnte, allerdings sollte man Warnhinweise wirklich ernst nehmen.
Vor einem Wall stand ein Schild „Vorsicht Lebensgefahr Steinschlag“ – aber mal ehrlich, wo in Deutschland steht das nicht, wenn einmal im Jahr was runterkommt.
Wir kletterten also auf den Berg und hatten auch schon was gefunden, als Claudia noch etwas höher hinauf wollte. Eric meinte, dass er ein ungutes Gefühl habe. Daraufhin stiegen wir ein Stück ab, da Eric normal der mutigere ist.
Kurz darauf tat es einen Schlag und es kamen bis zu ein Meter große Brocken runter, die bis ins Meer stürzten. Wir rannten die Felsen hinab, bekamen sogar noch einige kleinere Steine ab. Wären wir allerdings an der Stelle geblieben oder sogar noch höher gestiegen, hätten wir diesen Bericht nicht mehr geschrieben.
Einen Tag später haben wir ein Stück weiter wieder herunter gekommene Steine gesehen.
Wir fragten daraufhin bei den Einheimischen nach. Diese meinten das sei normal. Also: Gefahrenhinweise ernst nehmen.
Als wir dann nördlich fuhren, kamen wir durch ein sehr langes Militärübungsgelände. Da es mal wieder etwas später war, und auf den Schildern stand, dass das Betreten erlaubt sei, außer wenn die Lampen an sind und die roten Flaggen gehisst sind, fuhren wir hinein und legten uns unter einen Schießstand.
Abends sahen wir zur Linken Panzer fahren und zur Rechten Fallschirmspringer. Morgens entdeckten wir dann die roten Flaggen und Lampen. Als wir gerade wieder auf die Straße fuhren, kamen uns schon die ersten Panzer entgegen.
Wir wollen euch allerdings nicht abschrecken dies waren die einzigen negativen Erlebnisse.
Aber übernachtet trotzdem lieber bei Bauern auf dem Grundstück, wenn ihr keinen Campingplatz findet. Dies ist ungefährlicher, außerdem haben wir nur gute Erfahrungen gemacht. Wir bekamen dort mehrmals Milch geschenkt, Möglichkeiten zum waschen und Kontakt zur Bevölkerung.
Die Nebenstraßen in Süd-England sind übrigens sehr gut zu befahren, kaum Autos und meist sehr guter Belag. Was auch sehr schön ist, sind die Sehenswürdigkeiten an denen man dauernd vorbeikommt.

Riesige Figuren mit Steinen auf Berge gelegt, Burgen, Stonehenge, Woodhenge… unzählige Sachen die mal gar nicht aufzählen kann.
Eingezeichnet sind sie aber ganz gut in der Kent to Cornwall at Holiday map, ISBN 0-85039-153-9
Diese ist sehr detailliert und hervorragend geeignet wenn man mit dem Rad unterwegs ist.

zuhause ist, wo man sich wohlfühlt